Wandertipp 09 - wo der Grenzbach zum Kreuzbach wird

Ortseingang von Iptingen aus Richtung Mönsheim
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Ortseingang von Iptingen aus Richtung Mönsheim

Iptingen ist ein Teilort von Wiernsheim und zeichnet sich genau wie Mönsheim durch seine Tallage aus. Hier wird der „Grenzbach zum „Kreuzbach“.

Wo der Grenzbach zum Kreuzbach wird - Auf Indianerpfaden nach Iptingen

Streckenlänge: ca. 10,5 km
Ausweichroute: ca. 13 km

Auf der Homepage der Gemeinde Wiernsheim erfährt man, wie die Iptinger zu ihrem Namen „Mondrahägler“ kamen: Als einmal der friedliche Vollmond über dem Dorf hing und ein Iptinger die silberne Mondscheibe durch die kahlen Äste eines Baumes erblickte, rief er die Dorfbewohner mit dem Ruf zu Hilfe: „Kommet schnell, mir hagle de Mond raa, er isch em Bomm henge bliewe!“

Die folgende Wanderung erfordert durch ihre vielen Anstiege Kondition und Trittsicherheit. Gutes Schuhwerk und Wanderstöcke werden unbedingt empfohlen. Oft wird der Weg zum schmalen Kletterpfad, weshalb diese Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet ist. Die Wanderung kann auch im Hochsommer durchgeführt werden, da sie fast ausschließlich durch schöne, schattige Laub- und Mischwälder führt.

Startpunkt und Parkmöglichkeit ist auf dem Marktplatz in der Ortsmitte.

Wir gehen rechts an der Evangelischen Nikolauskirche vorbei über den Burghof und überqueren auf dem Fußgängerüberweg die Leonberger Straße. Wir wenden uns nach rechts und biegen nach wenigen Metern links in die Spreuerbergstraße ein. Hier sehen wir zum ersten Mal das Wanderzeichen „Rotes Kreuz auf weißem Untergrund“, das uns auf unserer Wanderung immer wieder begleiten wird. Wir gehen durch die Spreuerbergstraße, bis wir auf die Lindenstraße stoßen. Hier wenden wir uns nach links. Nach ungefähr 50 Metern sehen wir zwischen den Häusern auf der rechten Seite einen Waldweg, der steil nach oben geht. Auf dieser „Wartsteige“ steigen wir immer gerade aus nach oben. Hier treffen wir wieder auf das „Rote Kreuz“-Wanderzeichen, dem wir weiter folgen. Wir wandern durch einen herrlichen Buchenwald. Links tief unter uns hören wir die Landesstraße, die Mönsheim mit Iptingen verbindet.

Der Weg führt uns im Wald entlang dem Gartenhausgebiet  Buigen, wohin immer wieder kleine Wege nach rechts abbiegen. Wir gelangen nach ungefähr 2 km auf einen breiten Waldweg. Nach rechts würden wir ins Gewann Laiern kommen. Wir wenden uns aber nach links (kein Wanderzeichen) und gehen leicht abwärts auf breitem Weg durch einen Buchen-Fichten-Mischwald. Wir treffen auf eine Weggabelung wo es links zur Pfützenstraße geht, wir aber müssen unbedingt nach rechts abbiegen. Nach etwa 100 Meter macht der Weg eine Kurve nach links – hier auf dem mittleren Weg weitergehen! Wir befinden uns im Gewann Pfütze. Jetzt gehen wir immer geradeaus, bis wir auf eine große Kreuzung kommen. Nach rechts führt die Weinsteige nach Weissach. Wir überqueren jedoch die Kreuzung geradeaus auf dem Grabweg, wo wir auch unser Wanderzeichen wieder finden. Der Grabweg führt uns weiter durch einen wunderschönen Laubwald. An seinem Ende gehen wir wenige Meter nach rechts, dann gleich wieder nach links. Wir wandern bergab auf dem Weissacher Weg bis zum Waldende. Links befindet sich die Heubergkopfhütte mit Rastplatz.

Weiter geht’s auf dem Fahrsträßchen, immer abwärts in Richtung Iptingen. An der Kreuzung wenden wir uns nach links. Hier lesen wir auf einer Tafel, dass wir auf der Württembergischen Weinstraße unterwegs waren. Bald können wir die ersten Hausdächer von Iptingen erkennen. Bevor das Sträßchen in die Landestraße einbiegt, wandern wir auf dem geschotterten Wiesenweg rechts weiter. So gelangen wir nach links orientiert auf die Hohe Steige, auf der wir steil abwärts ins Ortszentrum von Iptingen kommen. Auf der Mönsheimer Straße gehen wir nach rechts am ehemaligen Rathaus vorbei, überqueren die Straße und gehen weiter über die Brücke des Kreuzbachs. Nach der Hausnummer 18 sehen wir ein Schild: Kein Winterdienst. Hier führt uns ein ganz schmaler Pfad über Treppen in den Wald auf der anderen Seite Iptingens. Wer jedoch weiter durch Iptingen gehen möchte, kann auch später noch an der Kirche vorbei hinter dem Friedhof auf unseren Heimweg gelangen.

Nach links gewandt treffen wir bald auf eine Wegkreuzung, wo wir uns für den schmaleren Talweg und beschwerlicheren Rückweg - den Bonhaldenweg - entscheiden. Links hört und sieht man immer wieder durch den Laubwald hindurch den Kreuzbach. Der Weg wird immer schmaler, bis er wieder zu einem ganz schmalen Indianerpfad wird. Plötzlich geht der Pfad sehr steil rechts als Klettersteig (Stöcke werden benötigt) nach oben. Ein kleines Holzschild sagt uns, dass es hier nach Mönsheim geht. Wildromantisch führt der Weg uns um das Privatgelände des Grenzbachhofs herum, den wir nur kurz durch die Bäume erkennen können.

Am Ende der Umzäunung stoßen wir auf den Weg, den wir schon vom Wandertipp 1 kennen. Wir gehen nach links und wandern durch das Gewann Mittelberg zwischen verwilderten oder bewirtschafteten Wengert hindurch, schließlich am Spielplatz Angerstal vorbei, durch die Gartenstraße und Alte Wiernsheimer Straße zurück zum Marktplatz.

Ausweichroute: Statt dem Bonhaldenweg wählen wir den Hangweg, der uns bequem durch die Wartforchen bringt. Vorbei am gelben Grenzstein kommen wir über einen schmalen Pfad, verlassen wir den Wald und stehen unmittelbar oberhalb der Weinberge. Hier haben wir eine herrliche Aussicht. Wir folgen dem Weg erneut durch einen Wald und befinden uns beim alten Mühlstein. Von hier können wir wie beim Wandertipp 1 das geteerte Sträßchen geradeaus in Richtung Aussiedlerhöfe  wählen oder halb links dem Schild Weg nach Mönsheim über einen Feldweg folgen. (Das Sträßchen scharf links führt zum Reiterhof) Unser Weg führt durch eine Klinge bis zum Mittelberg, wo wir rechts durch die Wengert in den Ort zurück kommen.  

Diese Strecke wurde von uns selbst erwandert und die Beschreibung mit Sorgfalt erstellt. Trotzdem kann sie kleinere Fehler enthalten. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis!